KEIN HALTEPUNKT SÜD
Kritische Bürgerbeteiligung an der Diskussion

12. März 2017

Zur neuesten "Potentialanalyse"

Es war ja schon in der "Rheinpfalz" angekündigt, dass der derzeitige OB in der nächsten Stadtratssitzung neue Grundlagenzahlen zum Beweis der Notwendigkeit des angeblich von der Deutschen Bahn gewünschten zusätzlichen Haltepunktes vorlegen will.

Jetzt, in der RP vom 8.März 2017, werden von der Verwaltungs-treuen "Rheinpfalz" aus dem Bauausschuss neue Zahlen genannt, wozu die Verwaltungsspitze sagt, dass sie zu der demnächst ausgehängten "neuen" Planung auch eine Stellungnahme abgeben will. Das klingt sehr nach "Hintertürchen", das sich der Verwaltungsmann, der bisher stets vehement für dieses Projekt votiert hat, offenhält, für den Fall, dass das Projekt nicht realisiert wird, sagen kann, er sei auch immer dagegen gewesen. Er hat ja mittlerweile erklärt, bei der nächsten OB-Wahl wieder als Kandidat antreten zu wollen.

Dabei müßte man doch als Stadtoberhaupt sich so verhalten, wie ein Familienvater, der entscheidet, ob ein Vorhaben realisiert werden kann, oder gemäß Kassenlage nicht. Dabei ist mit keinem Wort erwähnt, wie es dazu gekommen ist, dass jetzt, gem. der neuen "Potentialanalyse" (bei so einem tollen Wort bekommt man unwillkürlich Achtung vor dem Ergebnis), statt der bisher genannten 790 Nutzer plötzlich 1750 Fahrgäste die Grundlage für eine weitere Haltestelle sein sollen.Aber auf einmal fast 1000 mehr, die man vorher nicht berücksichtigt hatte ?

Wie diese wundersame Neuberechnung zu Stande kommt, wird nicht gesagt. Und vor allem das Eisenbahnbundesamt als Verursacher und Antreiber voran zustellen, ist für mich nicht nachvollziehbar."Für die Bahn werde sich das Projekt auf dieser Basis sehr rechnen" sagt der heutige OB und schreibt die "Rheinpfalz", ohne zu hinterfragen. Was ist das für eine Aussage? Die Bürger werden als dumm verkauft. Leider haben die gewählten Ratsmitglieder dazu auch keine Meinung und glauben der Verwaltung alles. Obwohl SP kein Geld hat, und andere Projekte einen Anspruch auf wesentlich dringendere Umsetzung haben.

Auch wundert es sehr, dass wir hier einen "Stadtentwickler" haben, der zu der ganzen Sache gar nichts beiträgt.

Nachdem zum Thema "Verkehrsentwicklungsplan" auch nur die Sprecher des Bereichs "2" und "5" in der Presse zu vernehmen waren, fragt man sich ,ob der "Stadtentwickler" überhaupt noch da ist, oder ob er nicht kann oder nicht darf, weil sein Dienstherr es so will.

Auch das "integrierte Stadtmarketing", vom derzeitigen OB immer als sein vorrangiges Projekt genannt, profitiert von einem zusätzlichen Haltepunkt in keiner Weise. Und die Vergleiche mit NW-Böbig oder SP-Nordwest sind völlig verfehlt, da es sich dort um außerhalb liegende Haltepunkte handelt, wohingegen SP-Süd mitten im Wohngebiet liegt, wo man dazu noch von dem wenigen Grün ein bedeutendes Stück mit Bauwerksteilen überbauen würde.

Verwunderlich dass die "Grünen" in SP dazu nicht mit Nachdruck auf die Barikaden steigen.

Und die Kosten wurden jetzt auch, gem. "Rheinpfalz", auf "nur noch 5,1 Mio € " reduziert. Mit fremdem,öffentlichem Geld läßt sich leicht jonglieren! Und Großprojekte sind schon immer teurer geworden. Wobei die Investition sich nicht rechnet, auch nicht für die Bahn!

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C.-D. Schmitt

 

4. Dez. 2014

Herr Medorn hat in diesem Fall recht!

Ich wohne in Speyer-Nord und benutze regelmäßig den Halt Speyer-Nord/West. Bin also verkehrstechnisch nicht am Haltepunkt Süd tangiert. Was mich stört ist, dass Personengruppen, die für Süd votieren, mit Sicherheit nie diesen Halt benutzen, sondern sich irgendwie profilieren möchten. Was dieser Volkeswille anrichten kann, sieht man an der Installierung der Stadtbuslinie 569 (CURA-Linie). Da ich regelmäßig in den Märkten ALDI, Lidl, REWE, Bauhaus usw. unterwegs bin, habe ich festgestellt, dass täglich in den Bussen dieser Linie - mittlerweile auf Kleinbusse umgestellt - weniger Menschen sitzen, als sich derzeit im Weltall befinden. Hoffentlich lässt sich die Stadtverwaltung Speyer nicht nochmals von solchen "Befürwortern" blenden.

Zum technischen Ablauf: Ich bin zwar kein  Freund von Herrn Mehdorn, aber mit seiner Aussage zum Halt an jeder Milchkanne hätte er in diesem Falle recht. Bei diesem Halt müssten mindestens 2 Minuten Halt eingeplant werden. Diese Zeit fehlt bei den ehe  schon knappen Übergangszeiten in Mannheim auf die entsprechenden ICE. Außerdem wären die Schranken Schützenstr./Mühlturmstr. länger geschlossen. Die ermittelten Schülerzahlen sind auf ganz Speyer aus allen Richtungen ausgelegt. Wo kommem die Schüler her und wo steigen sie aus? Gleiches gilt für die Besucher des St. Vincentius-Krankenhaus. Man sollte die Kosten verwenden  SP Nord/West rollstuhlgerecht auszubauen.

Karl Huber
 


28. Nov. 2014

Staus werden sich bis zur Stadtmitte ausdehnen!

Seit geraumer Zeit verfolge ich in der "Rheinpfalz" die Debatten über den Haltepunkt "Süd". Ich bin von Anfang an gegen dieses Projekt. Meine Gründe: Man zerstört durch dieses Projekt ein gottlob noch ruhiges Wohngebiet, was auch in Speyer leider sehr selten geworden ist.

Außerdem gibt man Millionen aus (eine genaue Summe steht noch gar nicht fest) die anderweitig dringend gebraucht werden. Selbst für Nichtautobesitzer ist es kein Problem schnell zum Hauptbahnhof zu kommen - die Busverbindungen in Speyer sind so zahlreich und umfassend so dass man vom Stadtteil Süd und Vogelgesang schnellstens zum Hauptbahnhof gelangt.

Weiterhin: Der Bahnübergang in der Schützenstraße und Mühlturmstraße müsste länger als bisher für den Straßenverkehr gesperrt werden, was für den Straßenverkehr eine ungeheure Belastung bedeuten würde. Die dadurch entstehenden Staus könnten sich bis zur Stadtmitte ausdehnen.
Meine Meinung als Schluss: Die Bahnhöfe in Speyer reichen aus!

Anneliese von Gerichten


28. Nov. 2014

Bürgerbeteilkigung zum Thema Haltepunkt im Hauptbahnhof war eine Schau-Veranstaltung!

Ihre Initiative finde ich äußerst begrüßenswert. Als Einwohner in Speyer frage ich mich, wie die von uns gewählten Parteienvertreter sich derart auf ein Projekt konzentrieren können, ohne sachliche Überlegungen  anzustellen. Ich habe an die Fraktionsvorstände geschrieben -- ohne Antwort. Ich bin natürlich als Nichtmitglied einer Partei oder Gliederung ein Nobody, dem man keine Antwort schuldig ist. Und nach der Wahl ist ohnehin offensichtlich kein Parteienvertreter mehr ansprechbar für Themen, die die Zukunft  der Stadt Speyer betreffen, bzw. die nachhaltig sind.

Veranstaltungen wie die zum Thema im Bahnhof sind reine Schau-Veranstaltungen. Die Ergebnisse werden überhaupt nicht wahrgenommen.

Die Verwaltung sagt, sie führe nur aus, was die Politik will. Aber der OB  ist völlig unselbständig, ohne eigene Ideen, die er durchsetzt. Ganz willfährig, was seine Partei von ihm fordert. Auch die Frage, wie denn solche Kosten-Mehrungen allein schon für eine VOR-Planung im Haushalt der Stadt auszuweisen sind und bei der Aufsichtsbehörde in Trier vertreten werden können, bleibt das Geheimnis dieser Stadtverwaltung mit ihrem von der Mehrheitsfraktion gesteuerten OB. Wir haben zwar eine Große Koalition, aber auch von dort kommen keine Reaktionen im Sinne der Bürgermeinung. Und die viel strapazierte  "Transparenz" ist ein Fremdwort.

Jetzt also diese völlig unsinnige Idee mit dem Haltepunkt Süd der S-Bahn. Man kann diesem Ansinnen nur durch ständig sich wiederholendem Vortrag sachlicher Gegenargumente das Wasser abgraben, was dann hoffentlich zur Absetzung des Themas auf der städtischen Agenda führt. Das Thema muss in der Öffentlichkeit bleiben !

C.-D. Schmitt


27. Nov. 2014

Vorteile werden beschönigt, Nachteile klein geredet!

Mit großem Interesse habe ich von Ihrer Initiative gelesen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Auch ich bin gegen den neuen S-Bahn-Haltepunkt Speyer-Süd, obwohl ich langjähriger, täglicher Nutzer der S-Bahn und der Speyerer Stadtbusse bin. Meines Erachtens werden die Vorteile beschönigt, die Nachteile kleingeredet.

Christian Ott
 


27. Nov. 2014

Den Gymnasiasten in Römerberg stehen 12 Bushaltestellen zur Verfügung!

Ihre Initiative findet meine volle Unterstützung. Leider kann ich Ihre Unterschriftenliste nicht unterzeichnen, da ich nicht in Speyer wohne. Dennoch sollten Sie wissen, dass auch Bürger aus den umliegenden Orten Ihr Anliegen befürworten.

Auf Ihren Webseiten oder in Ihren Unterlagen, die Sie den politisch Verantwortlichen vorlegen, sollten möglichst alle Argumente der Haltepunkt-Befürworter enthalten und im Sinne Ihrer Initiative bewertet sein. Zu einigen können auch Menschen aus dem Umkreis von Speyer etwas beitragen.

Ein Beispiel ist die Schülerbeförderung. Da ich in Römerberg wohne kenne ich die Situation hier, recht gut. Der Ort besteht aus drei Ortsteilen, von denen nur zwei einen Haltepunkt besitzen. Neben den Haltepunkten in Heiligenstein und Berghausen besitzen diese Ortsteile aber noch jeweils vier Bushaltestellen, die alle auch der Schülerbeförderung dienen. In Mechtersheim existiert kein Haltepunkt, sondern lediglich vier Bushaltestellen.

Für Römerberg ergibt sich folgendes Bild: zwei Haltepunkten stehen zwölf Bushaltestellen gegenüber.
Frage: Womit fahren die meisten Römerberger Schüler, die in Speyer eine weiterführende Schule besuchen und nicht mit dem eigenen Fahrrad, Moped oder Auto unterwegs sind? Dieses Beispiel soll zeigen, dass man alle Argumente, die vorgebracht werden, sehr genau hinterfragen muss, um ihre Aussagekraft gewichten und einschätzen zu können.

Ich hoffe, dass Ihre Aktion Gehör findet und wünsche Ihnen in Zukunft viel Erfolg!

Willi Fergen
 


27. Nov. 2014

Stadtratsfraktion der SPD soll das Vorhaben nicht unterstützen!

Vor etwa 2 Jahren war ich Teilnehmer einer Begehung der Örtlichkeit für den "Haltepunkt Süd" mit dem Verkehrausschuss der Speyerer SPD - einhellige Meinung damals: die Stadtratsfraktion der SPD soll dieses Vorhaben nicht unterstützen. 

Jan Malmedé
 


27. Nov. 2014

Wohne nicht mehr in Speyer, bin trotzdem Gegener des Haltepunkts-Süd!

Ich bin schon seit langem ein Gegner des Haltepunkts Süd und würde gerne unterschreiben. Ich bin inzwischen aber nicht mehr in Speyer wohnhaft (ich habe in der Martin Luther Str. gewohnt), sondern in Römerberg. Kann ich trotzdem unterschreiben? Auf jeden Fall werde ich Ihnen einige Unterschriften von Speyrern besorgen, ich habe einen großen Freundeskreis dort:)

Matthias Lange
 


26. Nov. 2014

Erfolg auch im Sinne aller Steuerzahler!

Wir könnten uns als potenzielle Nutzniesser fühlen, unterstützen Ihre Argumente aber aus voller Überzeugung - mir persönlich macht es nichts aus, wöchentlich zum Hauptbahnhof zu laufen. Wir wohnen in einer sehr überschaubaren Kleinstadt.
Bitte setzen Sie mich und meine Mutter auf Ihre Unterschriftenliste. Viel Erfolg im Sinne aller unmittelbar und mittelbar betroffenen Anwohner, der Steuerzahler und aller interessierten Mitbürger - Wir sind am weiteren Verlauf der Debatte sehr interessiert!

Dr. Peter Strobel
 


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