KEIN HALTEPUNKT SÜD
Kritische Bürgerbeteiligung an der Diskussion
Korridor

BAHNTRASSE ALS FRISCHLUFT-KORRIDOR
Der S-Bahnhaltepunkt-Süd und die Auswirkungen auf das Klima der Stadt

Das Innenstadtklima wird einerseits durch die Wärmespeicherung der verdichteten Bebauung und andererseits in der Nacht durch einströmende, kühlere Luftmassen, die sich über den Feldern zwischen Harthausen und Speyer in den Abendstunden entwickeln, bestimmt. Deshalb sind Sperrbebauungen zu unterbleiben, damit dieser Frischluft-Zufluss für die Innenstadt eine Abkühlung bringen kann. Über die baumbesäumte Bahntrasse kann z.B. die kühlere Luft relativ ungehindert fast bis ins Stadtzentrum gelangen.

Durch den rund 3000 qm großen unbeschatteten Bahnkörper, der die Wärme speichert, wird diese Luftströmung unterbrochen und verändert das Innenstadtklima besonders in den durch den Klimawandel immer heißer werdenden Sommermonaten.

Das System dieser funktionierenden Kaltluftbahnen wird im Gutachten "Stadtklima Speyer" beschrieben (Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Stadt Speyer, überarbeitet und veröffentlicht 2013)

In einer Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion werden folgende Fragen zu den Auswirkungen zum geplanten S-Bahnhaltepunkt-Süd gestellt:

1. Wurden bereits Untersuchungen zu den klimatischen Auswirkungen auf die Speyerer Innenstadt durch den geplanten S-Bahnhaltepunkt-Süd durchgeführt oder geplant?

2. Wenn ja, zu welchem Ergebnis kamen diese Untersuchungen?

3. Wenn nein, gibt es Prognosen oder Schätzungen, die aus vergleichbaren Standorten abgeleitet werden können?

4. Wurde die nähere Umgebung des geplanten Haltepunktes-Süd hinsichtlich der Bevölkerungsstruktur untersucht und berücksichtigt?

 

 

< Voller Wortlaut der Anfrage vom November 2015

 

Wichtig zu erfahren:

Die GRÜNEN haben mehrfach betont, dass sie "um jeden Baum kämpfen werden", der dem S-Bahnhof zum Opfer fällt - Ziel sei sogar der "Erhalt der Bäume".

In der vom OB am 17. Juni vorgestellten Planung und in den Modellen war kein einziger der vorhandenen Bäume mehr zu sehen. Alle weg!

• Wieso war da vom kämpferischem Protest der GRÜNEN nichts zu hören?

 

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Baumbestand im Bereich des geplanten S-Bahnhofs in der Hasenstraße

 

Reaktion im Stadtrat zur Anfrage der SPD | Rheinpfalz am 20. November 2015

„Wir erwarten keine gesamtstädtischen, aber kleinräumige Auswirkungen.“ Das hat Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) am Donnerstagabend im Stadtrat auf eine SPD-Anfrage zu möglichen Klimaveränderungen durch den Bau des Bahnhaltepunkts Süd mitgeteilt. Wie berichtet, befürchtet die gegenüber dem Projekt kritisch eingestellte SPD-Fraktion eine weitere Klimaerwärmung‚ wenn Bäume durch Bahnsteige ersetzt würden. Es gehe um ein “nicht unwesentliches Bauwerk“, so Eger. Auf Gefahren für das Klima würde jedoch im Fall eines Baus reagiert werden. lm Genehmigungsverfahren werde dafür ein landespflegerischer Begleitplan erstellt. Eine städtische Stellungnahme sei im nächsten Jahr gefragt, wenn das Verfahren weiter gediehen ist. „Die Abstimmung dazu wird mit Spannung erwartet“. sagte Eger. Johannes Seither (SPD) hatte im Rat mit Bezug auf die große Koalition nochmals betont, „dass wir beim Thema Haltepunkt nicht zusammenkommen“. Eger betonte, es seien noch viele Fragen zu klären. Er hoffe aber, dass der Abwägungsprozess bei der SPD noch nicht abgeschlossen sei. (pse)

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Baumbestand im Bereich des geplanten S-Bahnhofs in der Hirschstraße

 

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