Wundersame Brotvermehrung LESERBRIEF in der Rheinpfalz am 13. MÄRZ 2017

Zum Artikel „1750 Fahrgäste pro Tag als Potenzial” in der Ausgabe vom 8. März:

In Ihrem Bericht schreiben Sie, dass Herr Eger vor dem Bauausschuss der Stadt Speyer eine neue „Potenzialanalyse“ vorgestellt habe, die „1750 potenzielle Fahrgäste pro Tag“ prognostiziere. Vorherige Studien kamen zu einem Ergebnis von „790 Fahrgäste(n)“. Das klingt wie die wundersame Brotvermehrung unter dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Da in Ihrem Bericht weder die Urheber der Analyse noch die angewandten Methoden genannt werden, ist nicht nachvollziehbar, wie diese Zahl ermittelt wurde. Von einem Journalisten, der seine Informationspflicht ernst nimmt, verlange ich überprüfbare Angaben. Da mir - wie oben dargestellt — die Grundlage für eine tiefergehende Argumentation fehlt, möchte ich als Beispiel, das gegen diese Zahl spricht, den oft erwähnten Schülerverkehr herausgreifen. Als Bewohner von Berghausen weiß ich, dass sich wohl kaum Schüler unter den zukünftigen Fahrgästen befinden werden. In Römerberg gibt es zwei S-Bahnhaltestellen und zwölf Bushaltestellen. Daher ist nicht anzunehmen, dass in Zukunft mehr Schüler mit der S- Bahn fahren werden, nur weil in Speyer ein Haltpunkt Süd gebaut wird. Alle anderen Einzugsorte allgemeinbildender Schulen in Speyer besitzen hingegen gar keinen Bahnanschluss.

Willi Fergen, Römerberg

 

Geben weiter lustvoll Geld aus! LESERBRIEF in der RHEINPFALZ am 14. Oktober 2014

Ganz banal: Speyer ist pleite, doch die Verantwortlichen stört das wenig. Sie geben weiter Geld aus, was sie nicht haben. Hin und wieder geht einem aus der Runde das Messer im Sack auf, doch das klappt er schnell wieder vor der nächsten Absimmung ein; es stört ja nur.
Konkret: In seiner letzten Sitzung beschloss der Stadtrat mit den Stimmen von CDU, Grünen und BGS die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den S-Bahn-Haltepunkt Süd, bei Kosten von derzeit mehr als zwei Millionen Euro für die Stadt Speyer. Dieser Betrag enthält noch nicht die von der Stadt Speyer ebenfalls zu schulternden Infrastrukturkosten.
Die Wählergruppe stimmte mit Nein, SPD und der Stadtrat der FDP enthielten sich. Beim Koalitionspartner SPD (eigentlich gegen Errichtung des Haltepunkts) verstehe ich die Enthaltung. Der FDP-Vertreter hätte es besser wissen können. Da alle diese Ausgaben frei finanziert werden müssen, muss die Frage erlaubt sein, wie wir die Finanzierung (Zinsen und Amortisation) stemmen wollen und welche Belastungen wir erneut auf nachkommende Generationen abwälzen.
Ganz allgemein stelle ich den Befürwortern die Frage: Wem nutzt der Haltepunkt? Den Schülern, heißt es dann spontan. Aha. Dudenhofen, Hanhofen und Harthausen zum Beispiel liegen nicht an der S-Bahn. es gibt keine belastbaren Zahlen von Schülern, die den Haltepunkt nutzen können. Gesichert ist nur, dass Schüler maximal 180 Tage im Jahr den Haltepunkt nutzen werden, die restlichen Tage fallen auf Wochenenden und Ferien....
In zwölf Jahren ist es den Verantwortlichen in Speyer nicht gelungen, sichere Daten über Nutzer, Ziele, Frequenz und Einzugsbereich für den Haltepunkt zu beschaffen. Fahrgäste aus dem großen Bereich Vogelgesang werden weiterhin den Hauptbahnhof anfahren, da nur dort ausreichende Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Auch Weiterfahrt mit Taxi oder Stadtverkehr ist nur vom Hauptbahnhof möglich.
Über die gravierenden Nachteile für Anwohner und Eigentümer der Hasen- und Hirschstraße gehen die Befürworter großzügig hinweg. Wohnwert und der Wert der Immobilien verschlechtern sich beträchtlich, anteilige Straßenkosten kämen auf die Anlieger zu.
Geradezu beleidigend empfinden Anwohner den Spruch "Gemeinwohl geht vor Eigennutz", den vor allem Leute propagieren, die den Haltepunkt voraussichtlich nie nutzen werden. Im übrigen, in den Genuss der nicht unbeträchtlichen Verlängerung der Schließzeiten am Bahnübergang Schützenstraße um mindestens drei (bis zu neun Minuten bei gegenläufigen Verkehr) kämen außer den vielgescholtenen Autofahrern auch alle Fußgänger und sagar Radfahrer.

Hans-Peter Cussler, Speyer


Zahl 4000 irreführend! LESERBRIEF in der RHEINPFALZ am 14. Oktober 2014

Ich frage mich, auf welcher Basis die Schülerzahl 4000 ermittelt wurde. Für die Haltestelle Süd kommen hauptsächlich die Schüler der drei Gymnasien in Frage, da die anderen Schulen näher am Hauptbahnhof liegen. Die genannten Schulen haben zusammen zirka 2800 Schüler, von denen etwas weniger als die Hälfte aus Speyer kommen. Viele Schüler kommen aus Dudenhofen und anderen Ortschaften ohne Anbindung an die S-Bahn, so dass noch 600 Schüler zur Benutzung der S-Bahn in Frage kommen. Einige von diesen 600 Schülern kommen mit dem Fahrad, Roller oder PKW zur Schule ....
Die Zahl von 4000 Schülern ist genauso irreführend wie die Darstellung der geplanten Haltestelle Süd auf computerbearbeiteten Fotos, welche bei der Informationsveranstaltung gezeigt wurden. Die bearbeiteten Fotos waren Weitwinkelaufnahmen, die die Größenverhältnisse verzerrt darstellen, dass der Bereich nahezu Platzcharakter hat, was der Realität in keiner Weise entspricht.

Gerhard Kayser, Speyer


Woher kommt der Schülerstrom ? LESERBRIEF in der RHEINPFALZ am 14. Oktober 2014

In der RHEINPFALZ dieser Woche war zu lesen, dass die Verantwortlichen von 4000 Schülern ausgehen, die sich nun über die Vorzüge des schulnahen Standorts Haltepunkt Süd freuen können. Woher kommt diese Zahl und vor allem, woher kommt dieser gewaltige Schülerzustrom? Aus Berghausen und Heiligenstein? Germersheim und Schifferstadt haben ihre eigenen Gymnasien, alle übrigen Schüler des Umlandes haben sowieso keinen S-Bahnanschluss und werden nach wie vor mit Bussen transportiert. Das Gros der Schüler kommt aus Speyer. Also, wie viele Schüler profitieren von diesem Haltepunkt Süd? 4000?

Ein Fahrschüler des Schwerd-Gymnasiums legt vom Hauptbahnhof bis zum Schulhof 1380 m zurück, durch den Haltepunkt Süd reduziert sich für ihn die Entfernung auf 530 m. Wie viele Minuten früher erreicht er seine Schule?

Ein Fahrradfahrer aus dem Vogelgesang / Kardinal-Wendel-Str. legt rund 2000 m bis zum Haltepunkt Süd zurück, bis zum Hauptbahnhof muss er 900 m mehr zurücklegen. Wie viel Zeit braucht der Radfahrer länger, wenn er 15 km im Schnitt fährt? 

Kann man aus den genannten Beispielen politisch korrekte Dreisatz-Aufgaben formulieren, die die enorme Investition eines Haltepunkt Süds und die mit der großen Baumaßnahme einhergehenden Veränderungen eines gewachsenen Wohngebiets rechtfertigen?

Die Stadt München hat ein sehr gut funktionierendes S-Bahnnetz mit einer großen Anzahl von Haltepunkten. Die Abstände der einzelnen Punkte liegen zwischen 1900 m und  3400 m, im Schnitt liegt der Abstand etwa bei 2300 m. In Speyer rollt die S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Haltepunkt Süd rekordverdächtige 1135 m.     

Da hammer‘s den Bayern aber mal wieder gezeigt! Dirndl-Rekord!

Michael Lauter, Speyer


Macht keinen Sinn! LESERBRIEF in der RHEINPFALZ am 22. August 2012

Zur Sitzung des Bauausschusses möchte ich bemerken, dass auch hier die Kosten für den Haltepunkt nicht transparent und erkennbar waren. Die Planung geht auf das Jahr 2002 zurück. Bevor es hier überhaupt zu einer Entscheidung von Seiten der Stadt kommen kann, sollten die Kosten klar erkennbar sein.

Im Übrigen stellt sich doch die Frage: Wer will den Haltepunkt Süd, möchte die Bürgerschaft den Haltepunkt oder die Stadt Speyer. damit sie mit anderen Städten gleichziehen kann? Oder wollen letztendlich die Deutsche BahnAG und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) diesen Haltepunkt? Die Anwohner möchten diesen Haltepunkt in einem so dicht bebauten Gebiet jedenfalls nicht. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof mit dazugehörendem Parkhaus macht ein weiterer Haltepunkt keinen Sinn.

Es wäre wünschenswert, wenn auch die Belange der Anwohner berücksichtigt werden würden und nicht eine Planung der Bahn oder des VRN ohne Rücksicht auf ,,Verluste“ umgesetzt würde. Es ist zu hoffen, dass die Entscheidungsträger der Stadt Speyer das Geld der Bürger für wichtigere Projekte einsetzen werden.

Werner Oswald, Speyer


Sorgen um Verkehrssituation LESERBRIEF in der RHEINPFALZ am 30. August 2012

In dem Artikel "Missmut im Musebrotviertel" wird der Eindruck erweckt, als käme die Ablehnung des S-Bahn Haltepunkts Süd allein von den "priviligierten Bewohnern" des Oberkämmerers. Leider werden diese Previlegien von der Autorin nicht genannt. Dass sich die Anwohner berechtigte Sorgen um die zukünftige Verkehrs- und Parksituation machen ist legitim. Übrigens gibt es die gleichen Sorgen auch auf der andren Bahnseite der Bahnlinie, bei Bewohnern des Mittelkämmerers.

Jürgen Beck, Speyer


Haltepunkt und Erhöhung der Gebühren Leserbrief inm DURCHBLICK vom 24. August 2014

Aus der Presse habe ich erfahen, dass über den S-Bahnhaltepunkt wieder neu verhandelt wird. Es wurde festgestellt, dass hierfür Millionen Euro erforderlich wären. Auch wenn Zuschüsse gezahlt werden, kämen auf die Stadt enorme Kosten zu (wo wir doch keine verfügbaren Mittel, sondern nur Schulden haben). Auch für die Folgekosten müsste de Stadt aufkommen. Nun frage ich mich, wem würde dieser Haltepunkte so nahe an dem Bahnübergang Schützenstraße nutzen?
Nun will die Stadt noch viele Gebühren erhöhen wie Parkgebühren, Anwohnergebühren, Hundesteuer, Friedhofsgebühren usw..Gerade jetzt habe ich erfahen, wie hoch die Friedhofsgebühren heute schon sind ....

Ilse Schall, Speyer


Dringendere Aufgaben Leserbrief in der RHEINPFALZ am 19. Juni 2012

...Sicher werden manche, die ganz in der Nähe wohnen, zu Fuß zum Haltepunkt gehen. Aber in unserer Bequemlichkeitsgesellschaft werden manche, die nur ein paar hundert Meter entfernt wohnen, sich in ihr Auto setzen, um an den Haltepunkt Süd zu kommen. ... Sowohl die Mittelkämmerer-, als auch die Bismarckstraße sind total zugeparkt, so dass es jetzt schon schwierig ist, gefahrlos durch die Straßen zu kommen. ... Die Suche nach einem Parkplatz wird zwangsläufig zunehmen. Ob das ökologisch sinnvoll ist, bezweifle ich.
Bedenkt man weiter die finanzielle Situation der Stadt, dann frage ich, ob es nicht dringendere Aufgaben gibt ....Es wäre das erste Mal, dass ein städtisches Bauvorhaben nicht teurer wird, als ursprünglich veranschlagt... Das Vorhaben der Stadtverwaltung, ein solche Maßnahme durchziehen zu wollen, ohne definitive Kosten zu kennen, halte ich für unverantwortlich. ...

Gert Boegner, Speyer


Mit Bus oder Taxi zum Bahnhof Leserbrief in der RHEINPFALZ vom 27. Juli 2011

Ich war am 15. Juni in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses zum Haltepunkt Süd, in der vier Varianten vorgestellt wurden, die Kosten würden mehrere Millionen betragen, die Stadt müsste 1,7 Millionen aufbringen, müsste auch die Folgekosten, Unterhaltungskosten usw. tragen.

Ilse Schall, Speyer

KEIN HALTEPUNKT SÜD
Kritische Bürgerbeteiligung an der Diskussion